Senftˆpfchen

CLUBDATEN

Senftöpfchen-Theater
Große Neugasse 2-4, 50667 Köln

0221 – 258 10 58

Gründungsdatum: 1959
Sitzplätze: 174

Homepage

KADER

Vereinspräsident: Alfred Biolek
Theaterintendant: Alexandra Kassen
Pressesprecher: Anna Winkels
Platzwart: Jürgen Zurr / Werner Klett

SPIELERGRÖSSEN

Alles was Rang und Namen hat u.a Jürgen von der Lippe, die Höhner, die Bläck Fööss, Konrad Beikircher, Robert Kreis, Georgette Dee, Sissi Perlinger, Konstantin Wecker, Lisa Fitz, Gerhard Polt, Gerd Dudenhöfer, Tim Fischer, Hape Kerkeling, Dieter Nuhr, Kleine und Linzenich, die Springmaus Bonn, Thomas Freitag, Richard Rogler, Bruno Jonas, Ottfried Fischer, die Missfits, Horst Schroth, Anka Zink, Ingo Appelt, Bernd Stelter, Doktor Stratmann, Hagen Rether, Wise Guys, Basta, Fatih Cevikkollu…

VEREINSGESCHICHT

Die Geschichte dieses ersten Kölner Kabaretts steht für:
50 Jahre Kölner Lokalgeschichte
und mehr als 50 Jahre Deutsche Kabarett-Geschichte.
Am 5. März 1959 öffneten Fred und Alexandra Kassen den Deckel des Senftöpfchen-Theaters, mitten in Köln, in der Pipinstraße. Es sollte ein kleines Theater der Aktualität sein, in dem Ironie, Satire und die scharfe Zeitkritik ihren Platz finden. Deshalb wurde das Theater “Senftöpfchen” getauft.
Damals gab es in Köln noch keine großen Veranstaltungshäuser, , es gab lediglich sieben Theaterbühnen – und kein einziges Kabarett. Ein mutiger Versuch… und das Publikum ließ sich begeistern!
Fred Kassen gab als Gründer, Texter, Komponist, Regisseur, Pianist und Direktor dem ersten Kölner Kabarett sein Gesicht. Im Jahre 1959 kam der gebürtige Rheinländer von München nach Köln zurück, überzeugt, dass sich in der Metropole des Karnevals die Zehnte Muse durchsetzen wird. Er war kein Neuling. Seit Ende der 20er Jahre wirkte Fred Kassen in der Musik- und Theaterszene, war seit 1935 Ensemblemitglied des Meister-Sextetts (ehemals Comedian Harmonists), Berlin. Nach dem Krieg gründete er die Pianobar „Bei Fred“ am Tegernsee und eröffnete die Künstlerkneipe „Stachelschwein“ in München-Schwabing. Daraus entstand die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, deren Mitgründer Fred Kassen war.
Die Familie, seine Frau Alexandra, Sohn Klaus und Tochter Alexandra Franziska, folgten Fred Kassen nach Köln. Außerdem brachte er ein kleines Ensemble mit: Brigitte Mira, Heinz Junge, Gerd Martienzen und Bruno Pantel. Präsentiert wurden zeitgenössisches literarisch-politisches Kabarett, erotische “Chansons extra-ordinaire” (Helen Vita) und auch freche Boulevard-Stücke. Ein buntes Völkchen traf sich im Theater, es wurde diskutiert, kritisiert und gefeiert. Die Pionierarbeit von Familie Kassen ist aufgegangen. Der Senf schmeckte.
„Es lohnt sich zu kosten, was unser Kölner literarisches Kabarett Senftöpfchen zu bieten hat“
(Theo Burauen, Oberbürgermeister der Stadt Köln, 1964)

Im Jahre 1972 starb Fred Kassen.

Alexandra Kassen war eine wohlbehütete junge Frau aus liberalem Hause. Charmant und witzig, trägt sie noch heute originelle Hütchen als ihr Markenzeichen. Nach dem Tod ihres Mannes entschloss sie sich, dessen Arbeit fortzuführen. Mit viel Neugier und Risikobereitschaft, Geduld und Geschick verwandelte Alexandra Kassen das Senftöpfchen im Laufe der 70er Jahre in eine moderne Kleinkunstbühne. Die Nachwuchsförderung ist ihr primäres Anliegen, und so wird das Senftöpfchen zum Karriere-Sprungbrett für junge Künstler – und ist es bis heute geblieben.

Solokabarett, Comedy, Musik und Talk waren angesagt. 1973 startete Alfred Biolek (heute erster Vorsitzender des Fördervereins für das Senftöpfchen) seine erste Live-Talkshow „Wer kommt, kommt“. Über zwei Jahre lang nahmen ziemlich alle Großen aus Politik, Kunst, und Showbusiness auf dem alten Sofa des kleinen Theaters Platz. So wurde es zu einer beliebten Adresse für prominente Künstler und solche die es noch werden wollten. Der WDR übernahm das Format als „Kölner Treff“.

Zu den etablierten Schauspielern und Kabarettisten, die im Senftöpfchen in der Pipinstraße auftraten, gehörten unter anderem Gert Fröbe, Lore Lorentz, Ernst Stankowski, Carl Schell, Dieter Hildebrandt, Werner Schneyder, Hanns Dieter Hüsch, Wolf Biermann, Mike Krüger und Peter Horton. Auch die Ikonen des deutschen Chansons feierten hier große Erfolge: Helen Vita, Hanna Hegerova, Gisela May, Evelyn Künneke und die unvergessliche Dora Dorette.

Zu dem unbekannten Nachwuchs, der in all den Jahren im alten Senftöpfchen ein Sprungbrett gefunden hat, zählten Fredl Fesl, die Gebrüder Blattschuß, Jürgen von der Lippe, die Höhner und die Bläck Fööss mit ihren ersten Konzert-Auftritten (1975), Konrad Beikircher, Robert Kreis, Georgette Dee, Sissi Perlinger, Konstantin Wecker und noch viele mehr.

Senftˆpfchen

Im Jahre 1986 schloss das Senftöpfchen an der Pipinstraße seine Pforten. Im Zuge der Altstadt-Sanierung öffnete es mit Unterstützung der Stadt Köln seine neue Spielstätte, in direkter Nachbarschaft zum Kölner Dom, zur Philharmonie, zum Museum Ludwig / Wallraf-Richartz-Museum und zum Rhein… in der Nähe des Hänneschen-Theaters, kurzum mitten  im Centre Pompidou de Cologne.

Die Liste der Senftöpfchen-Entdeckungen liest sich heute wie das who is who der Deutschen Kabarett- und Kleinkunstszene: Lisa Fitz, Gerhard Polt, Gerd Dudenhöfer, Tim Fischer, Hape Kerkeling, Harald Schmidt, die Geschwister Pfister, Dieter Nuhr, Kleine und Linzenich, die Springmaus Bonn, Thomas Freitag, Richard Rogler, Bruno Jonas, Ottfried Fischer, die Missfits, Horst Schroth, Anka Zink, Ingo Appelt, Bernd Stelter, Doktor Stratmann (damals begleitet von Hagen Rether am Piano), Wise Guys, Basta; sowie die kölschen Gruppen Paveier und Räuber.

Und es geht immer wieder weiter: Dr. Eckart von Hirschhausen, Fatih Cevikkollu, das Erste Deutsche Zwangsensemble… eine Talentschmiede nicht nur für die Bühnen des Landes, sondern auch für die Medien, vom WDR bis zu den privaten Sendern.

Das Senftöpfchen muss seit seiner Gründung ohne Subventionen und Fördermittel der Öffentlichen Hand auskommen, und ist so auf treue Besucher, auf Spenden, den Förderverein / private Förderer angewiesen. In der Medienstadt Köln, mit ihrem großen, hervorragenden Kulturangebot, mit all all den Events und Großveranstaltungen kein leichtes Unterfangen.

Das Senftöpfchen zu leiten ist für Alexandra Kassen kein Beruf, vielmehr eine Berufung. Soviel Engagement, Weitsicht und Intuition wurde bereits vielfach wertgeschätzt. 1978 erhielt „die große Dame der kleinen Kunst“, das Bundesverdienstkreuz am Bande vom Oberbürgermeister John van Nes Ziegler, 1993 den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen aus der Hand des damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau. 1996 wurde sie mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Köln gewürdigt. 1999 zeichnete Bundespräsident Roman Herzog sie mit dem Verdienstsorden der Bundesrepublik Deutschland 1. Klasse aus. Zusätzlich erhielt sie am gleichen Abend den Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland für die Pflege Rheinischen Brauchtums sowie in 2001 den Innovationspreis der SPD/AGS für nachhaltige Unternehmensführung.

‚Kunst wischt den Staub des Alltags von der Seele“
(Pablo Picasso)

Das ist unser Credo ! ! !

06.09.2010 Sia Korthaus gegen Martin Herrmann [Tickets]
14.09.2010 Obel gegen Axel Pätz [Tickets]
17.09.2010 Bjrn Pfeffermann gegen Topas [Tickets]
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