schlachthof

CLUBDATEN

Name: Kulturzentrum Schlachthof e.V.
Adresse: Findorffstr.51, 28215 Bremen

Hotline: 0421 – 377750
www.schlachthof-bremen.de

Gründungsdatum: 1979

Sitzplätze: 470

Homepage

KADER

Vereinspräsident: Bettina Geile und Jörg Lochmon
Platzwart: Bettina Geile und Jörg Lochmon
Pressesprecher: Bettina Geile und Jörg Lochmon

SPIELERGRÖSSEN

Rainald Grebe, Olaf Schubert, Wladimir Kaminer, Sven Regener, Fettes Brot, Tomte, The Notwist, Nina Hagen, etc.

VEREINSGESCHICHT

Als 1977 der Schlachthof in einen anderen Stadtteil umzieht, hat dieser eine fast hundertjährige Geschichte hinter sich. Unzählige Rind- und Borstenviecher wurden hier zu Fleischwaren. Eine Gedenktafel auf dem Gelände erinnert daran, dass während der Herrschaft der Nationalsozialisten der Schlachthof als Sammelstelle für Sinti und Roma diente, bevor sie deportiert wurden.
Nach der Stilllegung des Schlachtbetriebs standen die Gebäude lange leer. Das inspirierte: Eine Projektgruppe der Hochschule für Gestaltung hatte erste Ideen für eine Umnutzung. Die Räumlichkeiten wurden besetzt mit der Intension, ein Kulturzentrum zu gründen. Ein Kulturverein wurde gegründet und die Verhandlungen mit den politisch Verantwortlichen begannen. Der damalige Senat kämpfte für sein Millionen-Projekt Kongresszentrum und argumentierte mit fehlenden Geldern für die Renovierung des alten Schlachthofs. In den leer stehenden Hallen fanden währenddessen bereits die unterschiedlichsten Kulturveranstaltungen statt. Eine davon war Frank P. Steckels legendäre Inszenierung “Krönung Richard des Dritten” in der Fleischmarkthalle. Eben diese wurde dann am 13. August 1980 abgerissen. Dagegen wurde demonstriert und protestiert, selbst Teile der regierenden SPD bezeichneten den Abriss als “untragbare Nacht- und Nebelaktion”.
Der Verein ließ sich nicht entmutigen und nutzte die restlichen Gebäude weiter. Nach zähen Verhandlungen wurden dann Mittel für die Renovierung zur Verfügung 1981 erfolgte die Eröffnung der Kesselhalle und entwickelte sich in den kommenden Jahren zu einem der attraktivsten Veranstaltungsorte dieser Stadt. Kulturwerkstätten entstanden, die Projekte initiieren und einen kritischen Umgang mit Medien erprobten. Die Schlachthofzeitung wurde zum ersten Mal gedruckt. 1994 erhielt das Zentrum nach langen politischen Kämpfen seinen ersten Haushaltstitel im Etat der Stadt Bremen.
Nach wie vor ist der ehrenamtliche Vorstand höchstes Entscheidungsgremium. Die Alltagsgeschäfte werden jedoch von den festen MitarbeiterInnen in Form eines kooperaManagements geführt. Selbstverwaltung mit professioneller Arbeitsteilung führten zu einem hohen Grad an Flexibilität. Verantwortliches Handeln verbunden mit einem adäquaten Umgang mit Ressourcen, das Streben nach Konsens sowie transparente Entscheidungsprozesse sind die Maxime unserer Arbeit. Sie haben den Schlachthof zu dem gemacht, was er heute ist.

Der Schlachthof ist sowohl als Spielort der freien lokalen und internationalen Jugendtheater-Szene wie auch als Konzertort für nationale und internationale Musiker sowie Bands der Subkultur bekannt und damit einer der meistgeschätzten Bühnen in Deutschland. Für Bremen setzte er Trends im Bereich der Musikkultur mit den ersten Worldbeat-Konzerten und HipHop-Veranstaltungen. Offen als Spielstätte der urbanen Gegenwartskultur ist der Schlachthof fester Veranstaltungsort des Bremer Samba-Karnevals.
Konzerte und Jugendtheater, Lesungen und Partys, Filme, Ausstellungen und Workshops sind feste Bestandteile des Programms. Es ist geprägt von den Synergien zwischen der Hoch- und Jugendkultur und präsentiert hochwertige Veranstaltungen von etablierten Profis und jungen Talenten. Reihen, wie die Roots Nights bieten Begegnungen mit fremden Kulturen und ihren Ausdrucksformen. Sie gehören zu den Standards im Programm und stehen für Innovationsfreude und Qualität. Rock- und Pop-Konzerte von Bands wie „Motorpsycho“ und „Tocotronic“ sowie Autorenlesungen von Charlotte Roche und Wladimir Kaminer tragen zum vielschichtigen Programm im Schlachthof bei. Zu den jährlichen Highlights zählt die Skateboard Oldschool Session „Endless Grind“.
Das Veranstaltungsteam plant das Programm und dessen Umsetzung. Außerdem unterstützt es durch Produktionsbeteiligungen und Auftrittsmöglichkeiten die lokale Kulturszene, die auch in allen Belangen der Organisation und Werbung beraten werden. Des weiteren übernimmt es die Ausbildung im Bereich Veranstaltungskaufleute und –technik. Der Schlachthof verfügt über umfangreiche veranstaltungstechnische Betriebsmittel, die von geschultem Personal bedient oder eingesetzt werden. Mit der Bereitstellung von hochwertiger Infrastruktur und technischem Know-how können sich Profis und Amateure unter professionellen Bedingungen präsentieren.

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