
Jens Neutag
„Ein bitterböser Abend voller brillanter Wortspiele, bissiger Kommentare und intelligentem, hintergründigem Humor. So wie politisches Kabarett sein muss.“
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Spielplan
Steckbrief
Name: Neutag, Vorname: Jens, Geboren 25.07.1972, Land: Deutschland, Stadt: Remscheid, Größe: 1,89 m, Gewicht: reziprok zum DAX, Anzahl der Bühnenjahre: 15
Programme
Warmbadetag“, „Abgefrühstückt“, „Totalschaden“, „Streik ist geil!“
Presse
„Hier stimmte das Timing, die Pointen hielten auch bei veränderter politischer Wetterlage. Hier ist alles drin, was sein muss, um als Politkabarett 2008 zu bestehen. Moderat, schnell, mit eingestreuten Parodien wird hier die Revolution („nicht unsere deutsche Kernkompetenz“) mit Che Guevara und H&M vereint.“
(Saarbrücker Zeitung 9.9.2008)
„Er ist streng. Er ist radikal. Er ist witzig. Sein Wortschatz ist seine Waffe und ihr entkommt niemand. Jedenfalls niemand, der sich Politiker schimpft. Jens Neutag brachte am Freitagabend mit einer explosiven Mischung aus pointenreicher Polemik und klug-krasser Komik Wände und Besucher des Theaters am Schlachthof zum Vibrieren.“
(Neuss-Grevenbroicher-Zeitung 6.10.2008)
„Jens Neutag begeisterte mit seinem Soloprogramm im Thaddäus. (…) Ein bitterböser Abend voller brillanter Wortspiele, bissiger Kommentare und intelligentem, hintergründigem Humor. So wie politisches Kabarett sein muss.“
(Augsburger Allgemeine Zeitung 14.11.2008 )
Spielstationen
1994Â Â Â Â Â Â Ensemblekabarett mit Kabarett ohne Ulf
1996       Auch Schauspieler im Theater am Schlachthof Neuss, sowie im Neuen Tendenz Theater
2000      Schauspieler an der Landesbühne Niedersachsen-Nord in Wilhelmshaven, sowie am Theater Dortmund (Kinder- und Jugendtheater).
2002Â Â Â Â Â Â Kabarett im Duo mit Martin Maier-Bode
2002      Soloprogramm „Warmbadetag“
2004       Soloprogramm „Abgefrühstückt“
2006      Soloprogramm „Totalschaden“
2008      Soloprogramm „Streik ist geil!“
Kurzbiografie
Jens Neutag erblickte im Jahre 1972 das Licht der Welt. Seine Höflichkeit verbat es ihm vorerst Fragen zu stellen. So folgten eine unbeschwerte Kindheit, Abitur und Zivildienst. Nach einem längeren, aber enden wollenden geisteswissenschaftlichen Studium, hört er auf mahnende Stimmen, doch bitte was Handfestes zu erlernen. Er gründete mit Gleichgesinnten das Kabarettensemble „Kabarett ohne Ulf“, nahm Schauspielunterricht und betätigte sich ebenfalls als Schauspieler. Nach einer kurzen Phase als angestellter Schauspieler im deutschen Kulturbetrieb, beschloss er sich wieder mehr dem Kabarett zu widmen und ist seither vor allem als Solokabarettist auf deutschen Bühnen unterwegs. Wenn er nett gefragt wird, schreibt er auch gelegentlich für Kollegen oder betätigt sich als Regisseur.
Position
Auszug aus einem Interview mit SK-Redakteur Thomas Schmidt-Krienke. „Satire darf alles”
Frage: Herr Neutag, wie würden Sie sich und Ihre berufliche Tätigkeit den drei bis fünf Leuten im Publikum erklären, die Sie noch nicht kennen?
Jens Neutag: Ich versuche intelligente Unterhaltung zu schaffen. Widerstand mit satirischen Mitteln. Wobei das Kabarett eher die Funktion von guter Medizin hat. Es hilft nicht, aber es lindert den Schmerz.
Frage: In wie fern hilft Ihnen Ihr Magistertitel in Soziologie, Politik- und Erziehungswissenschaften als Kabarettist? Oder war es auch umgekehrt?
Neutag: Ohne eine kabarettistische Grundhaltung schafft man kein Studium der Welt. In Wirklichkeit gehört das Studium zu einer großen Verunsicherungsstrategie. Viele wundern sich: „Guck mal der ist Kabarettist UND hat was zu Ende studiert.“ Erst bei der Fächerkombination schlägt die Verwunderung in Mitleid um. Ich kann das sehr gut verstehen.
Frage: Welche Art Rollen haben Sie als Theaterschauspieler gespielt?
Neutag: Ich glaube den Höhepunkt meiner schauspielerischen Tätigkeit bildet das Weihnachtsmärchen „Die Schneekönigin“. Dort spielte ich mehrere Rollen. Unter anderem ein Rentier und eine Blume. Danach schämt man sich quasi für nichts mehr. Allerdings habe ich auch andere Rollen gespielt wie zum Beispiel Hans Scholl („Die weiße Rose“).
Frage: Gibt es andere Kabarettisten oder irgendwelche Umstände, die bei Ihnen die Vorliebe für das Kabarett entfachten?
Neutag: Ich habe als Jugendlicher „Die Zeit spielt mit“, eine Biografie über die Münchner Lach- und Schießgesellschaft von Klaus Peter Schreiner, gelesen und war sehr fasziniert. Ungefähr zeitgleich sah ich oft Richard Rogler in den „Mitternachtsspitzen“ im WDR, und dann war die Begeisterung entfacht.
Frage: Gibt es Themen, die Sie gar nicht für Ihr Programm interessieren?
Neutag: Grundsätzlich gilt immer noch Tucholsky: Satire darf alles. Damit sind auch erstmal alle Themen möglich. Da gibt es eigentlich keine dogmatische Grenze. Aggressiv belanglose Themen sind für mich allerdings tabu. Dafür gibt es die deutsche Fernsehunterhaltung.