
Erster amtlicher Frauenflüsterer
Martin Herrmann (1. Platz „Scharfe Barte” Melsungen) bleibt eisern maskulin:
Herr, Mann und dann auch noch Martin. Die schleichende Feminisierung
Deutschlands unter Merkel – keiner reagiert darauf sensibler als der Östrogenseismograph
Martin Herrmann. Scharf wie ein Nacktscanner leuchtet er dem
Zeitgeist unters Fettgewebe, charmant werden Peinlichkeiten aus Politik und
Gesellschaft auf den Punkt gebracht. „Mit subtilen Pointen traf er den
Geschmack der Zuhörer… Gesellschaftskritik in fast schon faust’scher
Versuchung“, so die Augsburger Allgemeine.
Kontakt:
Tourneebüro Martin Herrmann
Schlosserstraße 4 · 69115 Heidelberg
Telefon 06221-654456
E-Mail: kontakt(at)frauenfluesterer.de
1. Pressezitat
Martin Herrman ist der amtliche Frauenflüster. Instinktsicheres Salonkabarett, feinzynisch. “Mit subtilen Pointen traf er den Geschmack der Zuhörer… Gesellschaftskritik in fast schon faust’scher Versuchung“ (AUGSBURGER ALLGEMEINE 12.10.2009)
2. TV Auftritte/Hörfunk
Br, Schlachthof München, Ottfried Fischer
Hörfunk, BR 2
3. Preise
Kleinkunstpreise:
1991: Südwestfunk-Förderpreis
1992: Landeskulturpreis Baden-Würtemberg: “Chanson”
1993: “Wiener Hugo”, Kabarettpreis der Stadt Wien
1996: ”Paulaner Solo”, Kabarettpreis München
1997: ”Stern der Woche”, AZ München, für “Lawinensurfer”
1997: ”Münsteraner Wiedertäufer”, Kabarettpreis Münster
1998: Kulturpreis der Zeitung “Westfälische Nachrichten”; Bielefeld
2000: “RuhrPott”, Satirikerpreis Deutscher Journalistenverband, NRW
2001: Mitgewinner bei “Schwarzes Schaf vom Niederrhein”, Kabarettpreis Duisburg
2003: Gewinner bei Satirecontest “Mechthild” Böblingen
2004: Mitgewinner bei “Scharfe Barte”, Kabarettpreis Melsungen
4. Pressetext
Herrmann bleibt eisern maskulin: Herr, Mann und dann auch noch Martin. Die schleichende Feminisierung Deutschlands unter Merkel – keiner reagiert darauf sensibler als der Östrogenseismograph Martin Herrmann.
Für viele ist es schon eine Leistung, einfach älter zu werden. Einstein wusste: Bewegung hält jung. Herrmann relativiert: es kommt auf die Richtung an. Auf der A 7 ist es wurscht, aber auf der A 2 altert man viel schneller in Fahrtrichtung Westen.
Der Trend zur eigenen Familie hat sich gespalten: alte Eltern bleiben modern – andere Familien sind wiederum so jung, dass sich das Kind mit den eigenen Eltern um den Teddybären streiten muss. Der Nachbar weiss nie: heult jetzt das Kind oder der Vater?
Scharf wie ein Nacktscanner leuchtet Martin Herrmann dem Zeitgeist unters Fettgewebe, charmant werden Peinlichkeiten aus Politik und Gesellschaft auf den Punkt gebracht. Emanzipation ist out, der Übersinn ist schwer im Kommen. Mit meisterhaft gezupftem Eierschneider muß der Bauer heute der Esoterikerin imponieren. Stringkopftuch und Gürtelkrawatte weisen auf Trenderwartungen bei Integrationsklamotten. Gefühle werden immer schneller religiös. Statt der Ersatzreligion Fussball wird Religion zum Ersatzfussball. Der Staat darf online die Festplatten durchsuchen, zur Freude der meisten Autoren: sie werden endlich gelesen.
Instinktsicheres Salonkabarett von und mit Martin Herrmann ist ein rasanter, garantiert unpolitischer Jahresrück-Vorausblick mit dem ersten amtlichen Frauenflüsterer Deutschlands. Oft kopiert, nie erreicht.
5. Pressekritiken
Bitterböse mit einem Augenzwinkern
(sh) | 01.03.2010, 14:34
Eschweiler. Er bezeichnet sich ganz freimütig als Exil-Bayer mit CSU-Allergie. Im tiefsten Rheinland durfte er dies natürlich ungestraft sagen. «Ich freue mich, dass ich hierher gefunden habe», begrüsste Martin Herrmann am Samstagabend die vielen Zuschauer im Talbahnhof daher auch mit offensichtlicher Freude.
«Keine Frau sucht Bauern» heißt sein aktuelles Bühnenprogramm. Eine Persiflage auf RTLDoku-Soaps? Platte Proleten-Witze über die Landbevölkerung? Mitnichten. Herrmann ist da ganz anders gestrickt: Er ist böse, bitterböse, aber das stets mit Augenzwinkern und vor allem mit viel Witz.
Grandios bereits Herrmanns «Bühnenbild»: Fein eingerahmt zeigte es Bauer und Kuh, stand neben ihm auf einem kleinen Tisch und erinnerte das Publikum daran, warum sie gekommen waren. «Es geht um Mensch und Tier. Oben der freie Wille, unten der dumpfe Trieb.» Oder doch umgekehrt? Man weiß es nicht, Herrmann auch nicht. Aber in unnachahmlicher Weise näherte er sich seinem Beobachtungsgegenstand mit geradezu anthropologischer Spürnase.
Am Anfang jeder Untersuchung steht die Feststellung der eigenen Perspektive. In seinem Namen, sagt Herrmann, sei der wissenschaftliche Versuch unternommen worden, die Weiblichkeit gleich doppelt auszugrenzen. Er habe, so der nahe Augsburg groß gewordene Künstler, schon als Kleinkind nur im Stehen in die Windeln gemacht, auch habe seine Mutter ihm die Brust nicht gegeben, er habe sie sich genommen. Daher die Erkenntnis nach den ersten Minuten des (O-Ton Herrmann) «satirischen Salonkabaretts»: Auf die Gäste im Saal wartete eine durch und durch männliche Sicht auf die Dinge.
Die kann bisweilen skurril und herrlich komisch werden.
Denn wenn Martin Herrmann den Seppl-Hut aufsetzt, das rot-weiß karierte Trachtenhemd überschmeisst und den esoterisch angehauchten Bauern bei seinen Balzversuchen verkörpert, der auf der tibetanischen Küchenharfe mit geweihtem Draht (gemeinhin bekannt als Eierschneider) musiziert, bleibt kein Auge trocken. Martin Herrmann versteht es wunderbar, auf dem dünnen Seil zwischen albernem Klamauk und tiefsinniger Wortakrobatik zu balancieren. Das «Böse» schimmert dann durch, wenn seine spitzfindigen Beobachtungen einen Blick auf die Wahrheit gewähren. Trostlos fristet eine bleierne Hertha Müller ihr Dasein in den Bücherregalen. Bis zum Nobelpreis. Eine evangelische Bischöfin tritt nicht zurück, weil sie betrunken Auto gefahren ist. «Nein, weil.. sie dabei erwischt worden ist», rekonstruiert Herrmann den Fall Käßmann. Und die katholische Kirche? «Nirgendwo wird so schön gelitten.» Andeutungen, die nicht weiter kommentiert werden müssen.
Hier kommt Gesellschaftskritik in fast schon faust’scher Versuchung daher.
Es sind Martin Herrmanns stärksten Momente. Seine freche Zunge tropft vor Sarkasmus, seine Lieder dagegen sind kleine poetische Meisterwerke, aber nicht minder originell: Ob als Sprechgesang über Jungbauer Franz oder als feine Ballade «Wolle Rose?» – die Unterschiede
zwischen Stadt und Land, vor allem aber zwischen Mann und Frau, klingen auch nach dem anderthalbstündigem Programm in den Ohren nach. Und was macht nun der Bauer, den keine Frau sucht? Er sitzt da und träumt von Heuschoberromantik, bekommt jedoch höchstens eine SMS seiner gebärenden Kuh und wartet vergebens auf weibliche Begleitung. Das Ergebnis der Studie: Die Scheidungsquote liegt bei 50
Prozent in den Städten. Nur auf dem Land herrscht Stabilität. Der Grund: keine Frauen. «Die meisten heiraten eh nur, damit sei einmal hupend durch die Innenstadt fahren dürfen», stellt Martin Herrmann als selbst ernannter «Frauenflüsterer» eine letzte Hypothese auf.
Die Bewertung seiner Arbeit gemessen am Applaus des Publikums: Eins plus mit Sternchen. Selten war Humor so geistreich.
AZ-WEB.de Aachener Zeitung 01.03.2010
“Bitterböse mit einem Augenzwinkern”
Eschweiler(sh)
…Eine Persiflage auf RTL-Doku-Soaps? Platte Proletenwitze über die Landbevölkerung? Mitnichten. Herrmann ist da ganz anders gestrickt…bitterböse aber das stets mit Augenzwinkern und vor allem mit viel Witz..eine durch und durch männliche Sicht der Dinge…bisweilen skurril und herrlich komisch…Hier kommt Gesellschaftskritik in fast schon faust’scher Versuchung daher… http://www.az-web.de
WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU 29.12.2009
“Humor vom Feinsten mit Frauenflüsterer”
Bövinghausen (cc)
…traf Kabarettist Martin Herrmann mit subtilen Pointen den Geschmack der Zuhörer… AUGSBURGER ALLGEMEINE 12.10.2009
“Lieber ohne als mit”
AUGSBURG (Lena Bauer)
…erforscht Martin Herrmann mit viel Ironie bis hin zu bitterbösem Sarkasmus “google-earth-mäßig” die Unterschiede zwischen Stadt und Land, Mann und Frau und alles, was dazwischen liegt…Das Publikum in der ausverkauften Mühle konnte am Ende gar nicht mehr genug bekommen… http://www.augsburger-allgemeine.de
SUEDKURIER 29.09.2009
“Instinkt stinkt nicht”
FRIEDRICHSHAFEN (braschel)
…Bauern und Kartoffeln, Mistgabeln und Stallgeruch – darum geht es im Kabarett „Keine Frau sucht Bauer“ von Martin Herrmann nicht. Vielmehr ist es eine höchst geistreiche Satire in Anspielung auf die Fernsehserie „Bauer sucht Frau“, mal ironisch, mal beißend vor Spott, zur Auflockerung auch mal mit Reimen um des Reimes willen. Herrmann dringt am Samstagabend im gut besuchten Atrium mit Gesang, Sprachwitz und intelligenten Wortspielen, ähnlich der Reime von Heinz Erhardt und Joachim Ringelnatz, in die tieferen Schichten des „Ackers“ vor, stellt ihn dem Akademiker gegenüber und untersucht das Prinzip Mensch und Tier in der Gegenüberstellung von Verstand und Instinkt, freiwillig oder unfreiwillig triebgesteuert und ganz geruchlos. Sein wörtlich genommenes Bühnenbild ist tragbar… http://www.südkurier.de
SIEGENER ZEITUNG 28.09.2009
“Ironische Wortjonglage”
SIEGENEN (bö)
…Der Vorname Martin atmet schließlich den Geist der Nächstenliebe, die der geteilte Mantel symbolisiert. Auch wenn hinterher beide erfroren sind. Nachdem er sich vorgestellt hatte, testete Martin Herrmann am Freitagabend bei seinem sechsten Gastspiel im Lyz die Erkenntniskompetenz des Publikums im ausverkauften Kleinen Theater…feuert er oft ätzende Satirepfeile, die – wegen ihres Wohlklangs – oft erst mit einem Verzögerungseffekt Wirkung zeigen. Das ist wie mit dem Zeckenbiss, den Herrmann thematisiert, weil er ja auch schon in dem Alter ist, in dem die Apotheken-Umschau zur bevorzugten Lektüre gehört… http://www.siegener-zeitung.de
GELNHÄUSER TAGEBLATT 22.05.2009
“Männer sind die Nutznießer von Frauenzeitschriften”
GELNHAUSEN (fm)
…wahres Lachmuskeltraining erlebten die Zuschauer am Mittwochabend mit dem Frauenflüsterer Martin Herrman bei seinem Kabarett “Keine Frau sucht Bauer”. Mit viel Witz und Ironie …den Irrglauben, dass Frauenzeitschriften für Frauen seien, widerlegte Martin Herrmann sogleich. Die wahren Nutznießer seien die Männer, die durch das Lesen solcher Zeitschriften erführen, wo der Gegner stehe…Ein kleines Geschenk hatte sich der Kabarettist nach mehreren Zugaben redlich verdient. Den Abschluss bildete nach zwei Stunden spannender, bissiger und witziger Unterhaltung das Lied “Schuldgefühle”… http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de