Alle Spieler der Saison 2011 / 2012

Stefan Ebert, Michael Feindler, Götz Frittrang, Daniel Helfrich, Christian Hirdes, Johannes Kirchberg, Klaus Kohler, Andreas Krenzke, El Mago Masin, Vocal Recall, Barbara Ruscher, Thomas Schreckenberger, Kai Spitzl, Stefan Waghubinger

Stefan Ebert

Wilder Songpoet

Stefan Ebert (Preisträger St. Ingberter Pfanne 2010) feiert das Leben. All die kleinen großen Geschichten, Emotionen und Überraschungen. Dabei sprengt er übermütig alle Schubladen. Keine Bühne und kein Instrument ist sicher vor ihm. Er elektrisiert, berührt und ist so kreativ verrückt, dass man vor Lachen nach Luft ringt. Doch wie im Leben verpasst das Beste, wer nur auf die nächste Pointe wartet. Also einfach auf alles gefasst sein und die Fahrt genießen.

„Sobald er auf der Bühne steht, rockt er das Publikum“, schreibt der Bayernkurier.

Michael Feindler

Reimender Mensch

Michael Feindler hat noch viel vor. Bis 2030 möchte er das Bundesverdienstkreuz erhalten. Aber nur, um es abzulehnen. 2010 hat er immerhin das „Fohlen von Niedersachsen“ gewonnen. Das ist schon mal ein Anfang. Er schreibt Gedichte. Seine Texte handeln alle von Menschen – selbst wenn keine darin vorkommen. Auf der Bühne mischt er ironische Ernsthaftigkeit mit nachdenklicher Komik, greift hin und wieder zur Gitarre und singt dazu. Kritik am Publikum ist dabei durchaus gewollt.

Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ stellt fest: „Unprätentiös, originell und ohne Maskerade.“

Götz Frittrang

Sprachgewaltiger Bühnenberserker

Götz Frittrang, Gewinner des Passauer Scharfrichterbeils 2010 des Kabarett Kaktus München und vieler anderer Auszeichnungen, wird Ihnen erklären, warum Katzen die Todfeinde der Menschheit sind, wieso man das Kleinkindabteil im Zug besser nur mit Kotletthammer betritt und wieso manche Männer lieber ihren Nachbarn aufessen um ins Gefängnis zu kommen anstatt mit Mama Hosen kaufen gehen zu müssen. Mit seinen Geschichten kratzt er am Tellerrand der Gesellschaft – und sein Suppenlöffel ist schmutzig. Götz Frittrang ist ein sprachgewaltiger Bühnenberserker. Er zerrt uns in dunkle Abgründe und wandelt mit uns Hand in Hand im fröhlichsten Blödsinn.

„Wenn Frittrang zum Improvisieren anfängt möchte ich niederknien und meinem Herrgott danken, das ich das erleben darf.“ (Matthias Egersdörfer)

Daniel Helfrich

Klavierkabarettistischer Sprachvirtuose

Daniel Helfrich (Finalist Obernburger Mühlstein 2009) spielt nicht nur mit Worten, sondern auch grandios Klavier. Gesellschafts., medien- und konsumkritisches Klavierkabarett mit mal mehr, mal weniger ernst zu nehmenden Texten. In seinen Liedern besingt Helfrich nicht nur das alltägliche „Leben am Limit“ des Normalos, da heißt es auch mal: „Heut ist der Tag der offenen Tür in der geschlossenen Abteilung.“ Skurriles, geistreiches Klavierkabarett, Ohrwürmer und Hymnen mit absoluter Lachgarantie.

„Kabarett vom Feinsten“ urteilt der Mannheimer Morgen.

Christian Hirdes

Wortwitziger Liedermacher

Nach mehreren Programmen und rund zehn Jahren auf Deutschlands Kabarett- und Comedybühnen tritt Christian Hirdes (u.a. Publikumspreis „Prix Pantheon 2006) von jetzt an mit einer „Solo-Mix-Show“ auf: Ein Mix aus guten alten Nummern und überraschenden kleinen Premieren aus Liedern, Gedichten und Geschichten, aus Spaß und Ernst. Vielleicht philosophiert er über One-Night-Stands unter Eintagsfliegen und das „@“ in der Buchstabensuppe. Oder gesteht mutig: „Osama Bin Laden wohnte bei mir.“ Seien Sie gespannt – er ist es auch.

„…großer Poet, verschmitzter Comedian, wortwitziger Kabarettist, hochbegabter Musiker, Sänger und Komponist.“ (Neue Westfälische, Bielefeld)

Johannes Kirchberg

Famoser Lied-Kabarettist

Johannes Kirchberg (1. Platz Chansonpreis „Troubadour“) singt mit größtem Vergnügen traurige Lieder über militante KinderwagenschieberInnen, die Tiere der Liebe, spionierende High-Tech-Nachbarn oder liebenswerte Putzfrauen. Seine Chansons feiern mit großer Geste die kleinen Haken und Ösen des Lebens, sind lakonisch und lässig, schön und schön böse. Dabei ist Kirchberg so charmant und abgründig, dass die Schwiegermütter anfangen, an diesem Typ zu zweifeln. Der Mann hat den Schalk im Nacken, den Spott auf den Lippen und Feuer in den Fingerspitzen – er ist der Wolf im Chansonierpelz.

„Feinsinnig, intelligent, wortgewandt!“ (Main Echo)

Klaus Kohler

Der beflügelte Mann

Klaus Kohler (1. Preis Ostbayerischer Kabarettwettbewerb 2010) spielt, singt, rappt, dirigiert und parodiert was die Tasten hergeben und bietet damit ein kabarettistisches Feuerwerk mit allen Facetten, die gutes Musiktheater ausmachen. Fliegend wechselt er seine Bühnengestalt vom Frauenversteher zum Macho, vom Loser zum Winner. Immer der Frage auf der Spur: Wie soll er eigentlich sein – der Mann? Mit einem Zwinkern im Auge spielt Kohler den begehrenswertesten Frauenhelden, den die Damenwelt jemals übersehen hat.

„Der Mann spielt nicht einfach Klavier, er ist ein „Pianeur“, jenes elegante Mischwesen aus Pianist und Charmeur…“ (Süddeutsche Zeitung)

Andreas „Spider“ Krenzke

Stehleser mit Hang zur Abschweifung

Krenzke (2. Platz „Stuttgarter Besen“ 2009) denkt sich Geschichten aus, die er dann vorliest. Diese Reihenfolge hat sich bewährt. Viele halten ihn für den bedeutendsten Schriftsteller in seiner Familie. Sein Repertoire umfasst Politik, Wissenschaft, Kindheitserinnerungen, die er sich selber ausdenkt und vieles mehr. Er veranstaltet Lesungen mir beliebten Pausen. Schweift in letzter Zeit immer öfter vom Blatt ab, singt aber Gott sei Dank noch nicht. Dafür ist er wortgewaltig und anziehend geistreich wie kein anderer, außer vielleicht er selbst.

„Ein ganz Großer in der Lesebühnen-Szene.“ (Tagesspiegel)

El Mago Masin

Kunterbunter Anarcho-Komiker

Seit einiger Zeit wirbelt ein fränkischer dread-gelockter junger Mann mit Gitarre durch die deutsche Kabarettlandschaft. Der unkonventionelle Liedermacher el mago masin (kleines Scharfrichterbeil 2011) gewinnt mit Anarcho-Komik und Liedermacher-Wahnwitz Herz für Herz. Bei Themenfeldern wie Delfindefibrillatoren, Kirschkernkopfkissen oder Katzen mit Katzenallergie erkennt man schnell, wie el mago masin tickt. Mit klugen Reinem und dem phantasievollen Spiel mit der Sprache irgendwo zwischen Brachial-Phrenesie und Extrem-Infantilität erspielt er sich derzeit deutschlandweit eine wachsende Fangemeinde.

„Ein Querdenker… skurril und charmant. Und sehr verpeilt.“ (Ferdi Biernot)

Vocal Recall

Einzige Boygroup mit Frau

Mit Vocal Recall (Finalisten der Tuttlinger Krähe 2011 oder Finalisten der Swiss Comedy Awards 2011) erlebt man ein Quartett zwischen Weltklasse-A-Capella-Pop und Dorfschwofband, zwischen „zum Brüllen blöd“ und „zum Weinen schön“. Die drei Sänger nehmen sich liebevoll der größten Charterfolge der letzten 300 Jahre an und befreien sie von unnötigem inhaltlichen Ballast. Dabei bestehen sie unnachgiebig auf die Teilnahme ihres Pianisten, der mit seinen synthetischen Instrumenten und Sounds aus japanischen Wunderkistchen das Schleppen eines Schlagzeugs überflüssig macht.

„So schön und schräg, dass sie Kult werden können!“, meint die Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

Barbara Ruscher

Kabarett-Lady mit Comedy-Songs

Die attraktive Kabarett-Lady und studierte Pianistin (Finalistin Prix Pantheon 2007) widmet sich den gesellschaftlichen Themen Deutschlands im 3. Jahrtausend. Einmal von Frau Ruscher angefixt, kann man nicht genug kriegen von ihrem meisterlichen Cross-Over zwischen Kabarett-Stand-up und schrägen Pop-Songs, von ihren großartigen Texten über die Erotik von Duschvorhängen, kommunistischem Gebäck und BoFrost-Männern, die sich portioniert in Kühltruhen stapeln. Durchgeknallt! Schräg! Großartig!

„Kabarett vom Feinsten, das Trost spendet in diesen schweren Zeiten“ (Kölner StA)

Thomas Schreckenberger

Parodierender Politkabarettist

Thomas Schreckenberger (Sieger Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2008) macht sich auf den steilen Weg hinab in die Abgründe der deutschen Befindlichkeit. Ihm zur Seite steht das ganze Panoptikum unserer Polit- und Promiszene. Alles was in unserem Land Rang und Namen hat mischt sich unter seine erschreckenden Parodien. Und irgendwann dämmert dann die ernüchternde Erkenntnis: Wir haben uns verdient!

„Grandiose Dialoge, perfekte Parodien. Das ist Kabarett auf hohem Niveau. Thomas Schreckenberger zeigte sich mit seinem aktuellen Programm „Wir haben uns verdient“ wandlungsfähig, wortgewandt und bissig.“ (Südkurier)

Kai Spitzl

Genial charmanter Zyniker

Spitzl sitzt da – allein, auf einem Stuhl, auf einer sonst leeren Bühne. Dann fängt er an, entspannt und mit großer innerer Ruhe. Doch die Stimmung trügt. Spitzls verbaler Kreuzzug beginnt – feinste gesellschaftliche Beobachtungen, Profanes aus dem menschlichen Miteinander, alltägliches aus der Politik. Gelegentlich von ein paar Klängen am Klavier unterstützt, schaut sich Spitzl diese Dinge an. Er analysiert, verdreht, entdeckt unter der Oberfläche das Absurde, um es dann mit großer Präzision auf der Bühne zu platzieren. All das tut der charmante Zyniker mit einer tiefen ironischen Gelassenheit, die blitzschnell in verbale Attacken und scharfe Wendungen übergeht. Nicht ohne Grund ist Spitzl-Kabarett bereits kurz nach seiner Premiere für die St. Ingberter Pfanne nominiert worden.

„…ein Sog aus feinster Unterhaltung!“ (Westdeutsche Zeitung)

Stefan Waghubinger

Gebremster Nörgler

Stefan Waghubiger (Goldener Stuttgarter Besen 2011) ist Österreicher, lebt aber seit 20 Jahren in Deutschland. Deshalb betreibt er österreichisches Jammern und Nörgerln inzwischen mit deutscher Gründlichkeit. Er entführt in eine abgründige Gedankenwelt, in der man nie sicher sein kann, ob sie ernst gemeint ist oder nicht: Von Benjamin Blümchen im Schlafzimmer, über die ultimative Lösung der Klimakatastrophe bis zur Nahtoderfahrung beim Zahnarzt – niemand scheitert schöner am Leben.

Ottfried Fischer meint dazu in seiner Laudatio zum Stuttgarter Besen: „Stefan Waghubinger jammert auf höchstem (Bildungs-) Niveau. Diese Comedy ist anbetungswürdig und zum Niederknien.“